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Sonntag, 26. März 2017

Kleine Schätze im Frühling.

Nun, da wir auch den offiziellen Frühlingsbeginn bereits hinter uns gelassen haben ist es Zeit, mal wieder einen Blick in den Garten zu gewähren.

Crocus olivieri ssp. balansae 'Orange Monarch'
Hier im Südosten Österreichs ist es recht trocken, was den Austrieb vieler Pflanzen etwas bremst. Dadurch sind die Beete, abgesehen von den Yuccas und Gehölzen noch recht kahl.
Aufgeräumt ist auch noch lange nicht, sodass ich mich eher einigen kleinen Besonderheiten zuwenden möchte, die zurzeit das Herz erfreuen.

Ganz besonders freue ich mich über die gelungene Kultur folgender 3 Pflanzen:
Aquilegia jonesii [Sheridan Co., WY, 3080m]

Townsendia spathulata [Fremont Co., WY, 2713m]

Draba paysonii
Nun, ganz so hoch am Berg stehen die alle nicht, wie es aussieht. Ich habe sie im Spaltengarten angesiedelt, den wir "The Rock" nennen.
Draba paysonii
Schlecht von der Seite fotografiert, doch erkennt man "The Rock" als kleine Erhöhung auf der rechten Bildhälfte:
Pulsatilla grandis ist schon beinahe verblüht.
Pulsatilla grandis
Die kleine Narzissen tun sich in der Wiese ohne Düngung etwas schwer, doch es soll eine Magerwiese bleiben.
Narcissus x odorus 'Minor'
Aber wir haben auch im schattigen Bereich einige Pflanzen, auf die wir sehr stolz sind, gerade weil sie es in unserer trockenen Gegend eigentlich nicht leicht haben!
Adonis amurensis [ex Sachalin]

Hepatica nobilis

Jeffersonia dubia

Gerhard

Samstag, 11. Februar 2017

Schnauze voll!

Winterbilder gefällig?

Die Seifenblasen frieren nicht mehr ganz so schnell - es wird Frühling!
Sicher hängt vielen Gartenbesitzern der Winter schon zum Halse raus, zumindest mir geht es so.
Nichts ist im Garten gemacht, gerade mal einen Tag konnte ich nutzten, um mit dem Obstbaumschnitt zu beginnen.
Doch trotz der um sich greifenden Winterdepression, mal wieder ein paar Bilder aus dem Garten. Immerhin gibt es immer schöne Motive, auch wenn man die Eiskruste auf den Pflanzen schon lieber gegen die ersten Blüten tauschen würde.
Echinocereus reichenbachii ssp. baileyi

Cylindropuntia spec.

Opuntia spec.

Agave ovatifolia

Agave spec. 'Megalacantha'
Mehr Freude am fotografieren habe ich bei blauem Himmel, davon gab es aber schon tagelang nichts mehr zu sehen!
Echinocereus reichenbachii
Mit solchen Bildern im Nebel, holt man jetzt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor:
Langsam mache ich mir Sorgen, um die erst letztes Jahr gepflanzten Araucarien. Warum war ich nur zu faul, sie zu schützen?
Araucaria araucana
Ich hoffe, das geht gut!
Aber auch gut die Hälfte des Agapanthus und Dierama Bestandes hat keinen Schutz, nicht mal Mulch erhalten. Wie schnell man doch leichtsinnig wird!
Nun kann man nur abwarten und Lehren daraus ziehen. Sicher ist es noch zu früh, um Aussagen zu machen. Pflanzen, die jetzt fürchterlich aussehen, werden bald wieder in ihre vollen Schönheit erblühen, während andere, denen man noch nichts ansieht, plötzlich braun werden können.
Echinocereus triglochidiatus in Winterstarre

Rhododendron  'Gartendirektor Rieger' bei starkem Frost
Bald wird der Kaktus wieder prall und die Blätter des Rhododendron wieder ausgebreitet sein!
Nun ist der Frost - wenn er auch tagsüber immer noch anhält - nicht mehr so stark und der Frühling ist im Anmarsch. Wie oben schon erwähnt, erkennbar am Seifenblasen-Test!

Die Pflanzen scharren schon in den Startlöchern!
Grevillea victoriae
Wir können nur abwarten und die gute Laune bis dahin nicht verlieren!

Gerhard

Sonntag, 15. Januar 2017

Nur die Harten kommen in den Garten!

Und ein bisschen mehr...

Immerhin muss man ja auch neue Erkenntnisse gewinnen!
In dieser Hinsicht ist dieser Winter ganz brauchbar, denn in den vergangenen Jahren wurde man nur leichtsinnig.
Die letzte Kältewelle hatte ein Minimum von ca -13°C. Scharfer Wind mit gleichzeitiger Sonneneinstrahlung bei dieser Kälte ist für viele Immergrüne das reinste Gift!
Es waren etwa 5-6 Tage am Stück frostig, wobei einmal das Thermometer tagsüber auf lediglich -8°C kletterte.
Zwischendurch sorgte gelegentlicher Schneefall und Tauphasen immer wieder für Nässe, was den Xerophyten in unserem Garten nicht unbedingt entgegen kommt.
Also durchaus ein Wetterverlauf, der die Exoten auf die Bewährungsprobe stellt!

Wichtig erscheint, eine harte Vorkultur und schon vom Sämling an.
Echinocereus reichenbachii Sämlinge
Escobaria vivipara Sämlinge
Viele, die sich mit Yuccas beschäftigen, säen im Haus unter künstlichem Licht bereits im Winter aus.
Das bringt natürlich enorme Vorteile, durch die lange Wachstrumsperiode im ersten Jahr. Aber es bringt auch Schwierigkeiten mit sich, die es zu lösen gilt: Angewöhnung an Freilandkultur und die Gefahr von Krankeits- und Schädlichgsbefall durch die feuchtwarme Umgebung.
Ich gehe da einen komplett anderen Weg: Vom Samenkorn an im Freien, nur mit etwas Abdeckung gegen Nässe. So wachsen die Pflanzen zwar langsamer, aber ich erspare mir die Abhärtung.
Yucca und Agaven Sämlinge
Diesen Winter möchte ich echt kein Sämling sein!

Ein Blick auf einige Pflanzen im Garten:

Die äußeren Blätter dieser Agave ovatifolia zeigen bereits einige Schäden. Es sind genau die Blätter, die noch in Glashauskultur wuchsen, während die inneren, unbeschädigten Blätter im Freiland, nach dem Auspflanzen gebildet wurden.
Große Agave ovatifolia
Agave ovatifolia Blattschäden
Eine viel kleinere, aber gleichaltrige Pflanze ist noch völlig unbeschädigt!
Kleine Agave ovatifolia
Eine weitere steht schon länger im Garten und ist ebenfalls unbeschadet.
Agave ovatifolia und Yucca linearifolia
Agave palmeri, (oder auch nicht?) erleiden im Winter relativ leicht Verbrennungen durch Frosttrocknis. Um nichts zu riskieren habe ich sie mit Reisig schattiert.

Agave asperrima (Syn. A. scabra) sollte am Besten auch schattiert werden, noch ist aber nichts passiert.
Agave asperrima (Syn. A. scabra (Salm-Dyck))
Nicht alle können die Wintersonne so gut genießen!

Opuntia engelmannii ist ordentlich geschrumpft, richtet sich im Frühling aber wieder auf.
Opuntia engelmannii
Bereits im Herbst hatte Opuntia engelmannii f. linguiformis erste Anzeichen, dass es Probleme gibt.
Die "Kuhzunge" ist vermutlich nichts für ungeschützte Beete, die dem vollen Niederschlag ausgesetzt sind. Noch im Topf trocken stehende Exemplare geht es hingegen prächtig.
Da diese Opuntie aber erst im Sommer als unbewurzelter Steckling gepflanzt wurde und noch spät im Wachstum war, könnte ein weiterer Versuch nötig sein. Es kann ja nicht immer beim ersten Mal klappen!
Stark geschädigte Opuntia engelmannii f. linguiformis
Opuntia cacanapa 'Ellisiana' steht noch ganz tadellos da. Die liegt mir sehr am Herzen!
Opuntia cacanapa 'Ellisiana'
Hanfpalmen habe ich mir vorgenommen, nicht mehr zu schützten. Ich hoffe, dass geht gut!
Ein bisschen zerzaust sind sie allerdings schon vom Wind.
Etwaige Schäden zeigen sich oft aber erst sehr spät.
Meinem Vorsatz hingegen, die im letzten Frühjahr frisch gepflanzten Araucarien zumindest gegen Wintersonne zu schützen, habe ich hingegen nicht eingehalten.
Das neue Beet mit den Araucarien
Die eigenen Ratschläge sind am schwersten zu befolgen!

Gerhard


Freitag, 23. Dezember 2016

Eistage

Nix mit in der Sonne faulenzen, da holt man sich bloß Frostbeulen!

Meinen Sonnenplatz, denn ich im letzten Post vorgestellt habe, konnte ich nicht ausgiebig nutzen. Schon bald blieben die Tage grau in grau und meistens sogar frostig.
Keine guten Bedingungen, um die Liege zu nutzten!


Das Gute ist, dass der dadurch entstehende Rauhreif außerordentlich zierend ist und sollte sich der Nebel morgen endlich lichten, wird es eine ganze Menge toller Fotos geben. Zu viele, wie immer!
Ein kleiner Vorgeschmack, leider bei schlechtem Licht:







Auch unserem Kaktus am Saloon steht etwas Reif ganz gut und bringt die "Dornen" prima zur Geltung!


Schnee ist noch keiner in Aussicht, aber etwas "Puderzucker" ist auch ganz nett auf den Pflanzen:



Mit den Winterschutz-Maßnahmen habe ich es heuer nicht so. Da bin ich ziemlich nachlässig.
Wollemia nobils zum Beispiel ist immer noch ungeschützt!


Einigen Yuccas sieht man den Frost schon recht deutlich an.
Kein Grund zur Sorge, sobald sich die Blätter wieder erwärmt haben, sind diese Flecken verschwunden!


Etwas sehr seltsames ist mir auf meiner Gartenrunde auch noch untergekommen:





Das ist sogenanntes Haareis. Wikipedia weiß mehr dazu: Link

So schön und interessant die Eisgebilde sind, bald wird es wieder tauen!



Gerhard